Die Historie des FC Amberg

                              von Klaus Högl (Januar 2012)

Im Mutterland auf der Insel  England war Fußball längst etabliert. In Deutschland war die allgemeine Lage drei Jahre nach dem verlorenen Krieg 1918  noch alles andere als geordnet. In Amberg trafen sich am 6. April 1921 insgesamt 27 Sportler in der Gaststätte “Bauernschänke” am Schrannenplatz in Amberg um den “Amberger Fußball-Verein ” (AFV) zu gründen. Die Freude auf dem Sportfeld in der Kaiser-Wilhelm-Kaserne dauerte nicht lange, die Reichswehr verbot das Spielen im Kasernenbereich. Am 28. Juli 1921 wurde an der Landsassenstraße für 42 000 Reichsmark vier Tagwerk Grund gekauft, der Verein hatte seine 1. Heimstätte.

1924 schaffte der den Sprung die Kreisliga, am 5. August 1934 wurde mit 1:2 gegen Bayreuth zwar verloren, aber die “moderne Rasensportanlage” am Mosacherweg eingeweiht. Danach wurden die ersten Jugendmannschaften gegründet, am 14. Juni 1936 gewann der Deutsche Vizemeiser VfB Stuttgart nur 1:0 in Amberg. Die Amberger “Soldatenelf” gehörte mit zu den besten Teams in Bayern, am 17.1.1939 wurde aus dem ASV ein “Verein für Leibesübungen” (VFL), dann eine “Bannauswahl” der Hitlerjugend (HJ).

                                      Der Fußballsport in Amberg nimmt einen neuen Anlauf

Durch “Verbot und Lizenzentzug” durch die Militärregierung erfolgte 1945 die Auflösung des VFL Amberg. Die 3. Vereinstaufe erfolgte schließlich 1946, nach AFV und VfL wurde in Amberg der ” TuS Amberg” der Nachfolgeverein. Das 1. Spiel nach dem Krieg am Mosacherweg wurde mit 12:1 gegen Hirschau gewonnen. Danach stellten sich Erfolg um Erfolg ein:

1946 Oberpfalz- und Süddeutscher Meistertitel für die TuS Jugend,

1947 Oberpfalzmeistermeister mit dem jetzigen Ehrenspielführer Rudolf Messmann

15. Juli 1949: der Verein wurde auf den Namen 1. FC Amberg getauft. Der 1. FC Amberg stand in der Aufstiegsrunde in die Bayerische Landesliga: 5:6 in Weiden gegen Gostenhof und trotz der 106: 25 Toren und 51:5 Punkten wurde der Aufstieg in die 1. Amateurliga nicht erreicht.

Zum 2. Mal Oberpfalzmeister wurde der 1. FC Amberg 1951 mit Trainer Otto Blum. Die Meisterelf ist vielen heute noch geläufig:

Pietrasch, Manfred Herbst, Werner Herbst, Thaler, Braun, Birner ,Schreiner, Thiem, Messmann, Wollak , Lang, Aures, Brunner. Die Aufstiegsspiele zur 1. Amateurliga Bayerns standen an: Passau, Kempten, Günzburg, Aubing ,Perlach München waren die Gegner.

4500 Zuschauer sahen das 5:1 gegen Passau, es folgten dann das 1:1 gegen Aubing, 2:3 gegen Perlach. 5000 Zuschauer waren begeistert, als Kempten mit 1:2 in Amberg verlor und 6000 bejubelten das 4:0 gegen Günzburg – das war der Aufstieg.

Der ganz große Triumph folgte 1952, der 1. FC Amberg wurde Bayerischer Amateurmeister, Michael Grasser war Trainer. “Der Jubel Tausender wollte kein Ende nehmen” feierte die Presse den 1. FC Amberg beim Empfang auf dem Marktplatz. In den folgenden Aufstiegsspiele zur 2. Division scheiterte der 1. FC Amberg.

Im Jahre 1954 wurde dem 1. FC Amberg im Wege des Erbbaurechts das Gelände am Mosacherweg überlassen. 1956/57 erfolgte der Sportheimausbau, am 13.9.1959 gewann der FC Amberg gegen Weiden vor 3500 Besucher mit 4:1, es war der Beginn eines ständig rivalisierenden Wechselspiels der Clubs aus Amberg und Weiden.

“40 Jahre 1. FC Amberg” hieß es am 10.6.1961. Höhepunkt der Feierlichkeiten war das Spiel gegen Admira Wien (1:7). Im Jahr 1965 stand Ehrenspielführer Rudolf Messmann in der Deutschen Amateurnationalmannschaft beim Länderspiel gegen Frankreich. Im gleiche Jahr kämpften der 1. FC Amberg und der Ingolstadt vor 8000 Zuschauer in Regensburg um die Süddeutsche Meisterschaft, nach 0:1 wurde der 1. FC Amberg Vizemeister.

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